Mähroboter Ratgeber – Das musst du über Rasenmäher-Roboter wissen!

Jetzt im Sommer ist wieder Hochsaison im Garten: Unkraut will entfernt werden, Stachebeeren geerntet und der Rasen wächst beim Wechsel von Regen und Sonne wie Unkraut. Wer auf einen gepflegten Rasen Wert legt, der mäht jetzt wöchentlich seine Rasenflächen. Wie von Zauberhand kann das auch ein Mähroboter erledigen. So ein Rasenmäher-Roboter fährt von ganz alleine über den Rasen, lässt das Schnittgut liegen und fährt alleine wieder in die Ladestation, wenn die Akkus neue Energie brauchen. Aber worauf sollte man bei der Anschaffung eines Mähroboters achten? Was können Rasenmäher-Roboter und was können sie nicht? In unserem Mähroboter Ratgeber geht es um Folgendes:

  • Deine Rasenfläche prüfen und ausmessen
  • Kaufhilfe für kleine und große Mähroboter
  • Vorbereitungen und Inbetriebnahme eines Roboter-Rasenmähers
  • Vor- und Nachteile eines Mähroboter

Mähroboter Ratgeber – Rasenfläche

Bevor du dich entscheidest, einen Mähroboter anzuschaffen, musst du eine Rasenfläche ausmessen. Die Größe des Rasenmäher-Roboters ist tatsächlich auch von der Größe der zu mähenden Fläche abhängig. Fertige dafür eine Skizze deiner Rasenfläche an und schreibe die Kantenlängen auf. Die Länge der Rasenkanten brauchst du später für den Begrenzungsdraht. Blumeninseln oder Bäume auf der Mähfläche kannst du mit dem Begrenzungsdraht ausgrenzen, berechne daher diese ebenfalls in der Kantenlänge mit ein. Dann kannst du die richtige Länge für den benötigten Begrenzungsdraht ermitteln.

Nun kannst du ganz schnell ausrechnen, wie viele Quadratmeter deine Rasenfläche hat. Merke sie dir gut, denn sie ist wichtig für den Kauf eines Mähroboters.

Ebenfalls ist wichtig zu prüfen, wie eben oder uneben die Oberfläche deines Rasens ist. Gibt es viele Senken oder Steigungen? Nicht jeder Mähroboter schafft jede Steigung. Auch hier gilt es auszumessen und dann die Steigung zu berechnen. Wenn dir jetzt spontan die Formel für die Berechnung der Steigung fehlt, kannst du das hier erledigen lassen: https://rechneronline.de/steigung/

Einfach 2 Werte eintragen: 1. Auf wie vielen Metern steigt das Gelände 2. um wie viele Meter. Ein Beispiel: Auf 20 Metern Länge beträgt die Höhe der Steigung 1 Meter, das entspricht 5 % Steigung. Auch diese Zahl merkst du dir gut.

Mähroboter Ratgeber – Kaufhilfe Preis

Es gibt mittlerweile viele Anbieter von Rasenmäher-Robotern. Aber welcher Mähroboter passt zu deiner Rasenfläche und zu deinen Ansprüchen?

Kleinere Mähroboter, die es mittlerweile bereits für rund 800 Euro zu kaufen gibt, sind in der Regel geeignet für Mähflächen bis etwa 400 Quadratmetern. Für größere Flächen gibt es kräftigere Rasenmäher-Roboter, die ein stärkeres Akku besitzen. Wer flächen von bis zu 3.000 Quadratmetern mähen lassen will, sollte mit rund 2.500 Euro rechnen.

Mähroboter für kleinere Flächen bis 600 Quadratmetern

Folgende Mähroboter wurden in verschiedenen Tests immer wieder mit gut bis sehr gut bewertet, bei einer Rasenfläche von bis zu 400 Quadratmetern:

  • Husqvarna Mähroboter Automat 105: Schafft bis 600 Quadratmeter Rasenfläche, mäht pro Stunde 43 Quadratmeter und braucht 50 Minuten zum Aufladen. Preisempfehlung des Herstellers – ca. 1.300 Euro
  • Gardena Rasenmäher-Roboter R40Li: Dieser Mähroboter von Gardena ist geeignet für Rasenfläche bis 400 Quadratmetern und schafft Steigungen von bis zu 25 %. Preisempfehlung des Herstellers – ca. 1.100 Euro
  • Bosch Indigo 350: Der Roboter Rasenmäher von Bosch ist passend für Mähflächen von bis zu 350 Quadratmetern, hat eine Akkuladezeit von 30 Minuten und mäht als einziges der hier vorgestellten Modelle in Bahnen und nicht nach dem Zufallsprinzip. Preis – ca. 750 Euro
  • Robomow RX20 Pro: Dieser Mähroboter passt für Flächen von maximal 300 Quadratmetern und kann 90 bis 120 Minuten am Stück arbeiten. Preis – ca. 700 Euro

Mähroboter für größere Flächen bis 3.000 Quadratmetern

Folgende  Rasenmäher-Roboter wurden immer wieder mit gut bis sehr gut bewertet, bei Rasenflächen von bis zu 3.000 Quadratmetern:

  • Husqvarna Mähroboter Automat 420: Mit diesem Rasenmäher-Roboter kannst du 2.000 Quadratmeter Rasenfläche schaffen, locker 43 % Steigung überwinden und musst ca. 55 Minuten auf das Aufladen warten. Dafür werden pro Stunde ca. 92 Quadratmeter Rasenfläche gemäht. Preisempfehlung des Herstellers – ca. 2.500 Euro
  • Gardena Mähroboter Sileno+: Dieser Rasenmäher-Roboter ist ideal für Flächen bis 1.300 Quadratmetern und kann Steigungen von bis zu 35% überwinden. Preisempfehlung des Herstellers – ca. 1.750 Euro
  • Robomow RS615 Pro: Hier kannst du Rasenflächen bis 3.000 Quadratmetern mähen, die Betriebszeit beträgt durchschnittlich 55 – 70 Minuten. Preis – ca. 2.000 Euro

Wer etwas Geld sparen will, sollte vielleicht gegen Ende des Sommers oder im Herbst über die Anschaffung eines Mähroboters nachdenken, viele Händler und Baumärkte gewähren dann Rabatte. Bei den Roboter-Rasenmähern wird Begrenzungsdraht mitgeliefert. Die Länge ist bei jedem Mähroboter unterschiedlich. Du hast ja errechnet, wie viel Kantenlänge dein Rasen hat. Reicht der Begrenzungsdraht nicht, weil du auch Bäume oder Blumeninseln aussparen musst, kannst du diesen Draht auch einzeln nachkaufen.

Mähroboter Ratgeber – Vorbereitungen

Hast du dich für einen Roboter-Rasenmäher entschieden, solltest du zunächst einmal eine Rasenfläche vertikultieren, damit alles Moos verschwindet. So kann der abgeschnittene Rasen direkt auf den Boden fallen und er verrottet schneller. Versuche auch, kleine Senken und Unebenheiten auszugeichen, so wird dein Rasen später ebenmäßiger.

Dann prüfe, ob du Platz für eine Garage für deinen Mähroboter hast, inklusive Steckdose für die Ladestation. Mähroboter-Garagen kannst du fertig kaufen, selber bauen oder aber es befindet sich ein wettergeschützes Plätzchen bereits in deinem Garten. Der Rasenmäher-Roboter sollte gerade in die Garage fahren können (Mindestens 3 oder mehr Meter) und der Weg in die Ladestation muss ebenerdig sein. Kleine Stufen schafft mit Sicherheit nicht jeder Mähroboter.

Jetzt musst du entscheiden, ob du den Begrenzungsdraht mit Ankern im Rasen befestigst oder ihn eingräbst, einige Zentimeter tief. Denke dabei dann auch an deine Bäume oder Blumeninseln. Für Engstellen gibt es einen Führungsdraht, damit der Mähroboter den Weg auch durch diese findet.

Inbetriebnahme deines Rasenmäher-Roboters

Gegen Diebstahl sind die Mähroboter mit einer PIN geschützt. Stelle vor der Inbetriebnahme ein, an welchen Tagen der Rasenmäher-Roboter laufen soll, von wann bis wann er laufen soll und wie viele Stunden insgesamt.

Wenn dein Mähroboter schließlich läuft ist es nicht verkehrt zu prüfen, ob er tatsächlich auch wieder in die Ladestation zurückkommt.

Vorteile und Nachteile eines Mähroboters

Es gibt Dinge, die für die Anschaffung eines Mähroboters sprechen, aber auch Punkte, die dagegen sprechen. Wir haben das hier einmal aufgeführt:

Vorteile – Mähroboter

  • Der Hauptgrund für die Anschaffung eines Roboter-Rasenmähers ist sicher, dass es keine bzw. weniger Arbeit mit dem Rasenmähen gibt.
  • Mähroboter sind deutlich leiser als „normale“ Rasenmäher.
  • Gras wird kürzer abgeschnitten und bleibt liegen, so gibt es weniger Grasschnitt
  • Die abgeschnittene Rasenspitzen düngen den Rasen, dadurch wird der Rasen dichter und Moos hat keine Chance mehr.

Nachteile – Mähroboter

  • Preis
  • Rasenfläche muss aufgeräumt sein, damit sich nichts im Schneidwerk verfängt
  • Große Steigungen bzw. Kanten müssen weiterhin per Hand gemäht werden

Fazit – Mähroboter / Rasenmäher-Roboter Ratgeber

Die Zeitersparnis ist schon ein deutliches Plus für die Anschaffung eines Mähroboters. Schön ist auch, dass der Rasen gepflegter aussieht, da er innerhalb kurzer Zeit deutlich dichter wird. Auch fällt weniger Grasschnitt an, was den Komposthaufen deutlich schrumpfen lässt. Alles in allem gute Gründe.

Bildquelle: frag-doch-mich.de

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