Wie kocht man Eier?

Ein gekochtes Ei zum Frühstück schmeckt einfach. Aber wie kocht man Eier richtig? Was kann man tun, damit die Eier  nicht platzen? Müssen kleine Eier anders gekocht werden als große Eier? Hier findet ihr eine Schritt-für-Schritt Anleitung auf die Frage: Wie kocht man Eier richtig?

  1. Wasser kochen
  2. Eier einlegen
  3. Zeit einstellen
  4. Eier rausnehmen und abschrecken

1. Wasser kochen – Wie kocht man Eier?

Nimm die Eier, die du kochen möchtest, aus dem Kühlschrank. So ist der Temperaturunterschied zwischen Ei und kochendem Wasser später nicht so groß und es verhindert eventuell das Platzen des Eies.

Zuerst nimmst du einen Topf in dem die Anzahl der Eier, die du kochen möchtest, nebeneinander reinpassen. Fülle den Topf mit Wasser und bring das Wasser zum Kochen. Es muss so viel Wasser im Topf sein, dass die Eier später vollkommen mit Wasser bedeckt sind.

Gebe etwas Essig in das kochende Wasser. Falls das Ei doch platzen sollte, gerinnt das Eiweiß schneller und es läuft nicht so viel Eiweiß aus.

2. Eier in das kochende Wasser legen – Wie kocht man Eier?

Du kannst mit einem Eierpickser die Eier anpicken, bevor du sie in das kochende Wasser legst. Das machst du an der stumpfen Seite des Eies. Auch das soll das Platzen des Eies verhindern. Du kannst auf diesen Schritt aber auch verzichten.

Dann legst du mit Hilfe eines Löffels die Eier in das kochende Wasser und stellst die Zeit ein (s. u.). Die Eier nicht einfach in das Wasser werfen, dann gehen sie kaputt.

Kochzeit für Eier

Die Kochzeit für Eier ist abhängig von der Größe der Eier und dem gewünschten Weichegrad:

  • Eier Größe S: sehr weich 4 – 4:30 Minuten; wachsweich 5 – 5:30 Minuten; hart 7:30 – 8 Minuten
  • Eier Größe M: sehr weich 4:20 – 4:50 Minuten; wachsweich 5:30 – 6:00 Minuten; hart 8:10 – 8:40 Minuten
  • Eier Größe L: sehr weich 4:40 – 5:10 Minuten; wachsweich 6:10 – 6:40 Minuten; hart 9 – 9:30 Minuten

Wichtig ist bei diesen Zeitangaben, dass das Wasser weiterhin leicht kocht und die Eier komplett mit Wasser bedeckt sind. Übrigens: Es ist egal, wie viele Eier du kochst, auch 10 Eier der Größe M müssen nur ca. 5:30 – 6 Minuten kochen, bis sie wachsweich sind 😉

3. Zeit einstellen – Wie kocht man Eier

Nachdem alle Eier im Topf sind, stellst du die Zeit nach der obigen Tabelle ein. Wenn du dich langsam an das perfekte Ei herantasten möchtest, schreibst du dir auf, welche Eigröße du genau wie lange gekocht hast, so kannst du das Ergebnis weiter perfektionieren, wenn es vielleicht doch etwas zu hart oder zu weich war.

4. Eier aus dem Topf nehmen und abschrecken

Wenn die Zeit um ist, nimmst du die Eier mit einem Löffel aus dem Topf und schreckst die Eier unter fließend kaltem Wasser für einige Sekunden ab. So wird der Kochvorgang gestoppt. Dennoch sind die Eier ja immer noch heiß und sie kochen auch noch leicht nach. Daher solltest du Eier immer zeitnah zum Verzehr zubereiten.

Woran erkenne ich, ob ein Ei noch frisch ist?

Wenn du deine Eier im Kühlschrank lagerst und sie dabei aus der Verpackung genommen hast, weißt du mitunter nicht mehr, ob das Ei noch frisch ist. Du kannst mit einem einfachen Test feststellen, ob du das Ei noch verwenden kannst oder nicht:

In jedem Ei ist eine kleine Luftblase, an der stumpfen Seite des Eies. Je älter ein Ei ist, desto größer ist diese Luftblase. Legst du ein Ei, dessen Alter du nicht kennst, in eine Schale mit Wasser und es treibt oben auf der Wasseroberfläche, solltest du es nicht mehr essen, es ist zu alt. Frische Eier bleiben am Boden der Schale liegen, da die Luftblase ja noch sehr klein ist und sie so keinen Auftrieb haben.

Generell sind Eier 4 Wochen nach dem Legen haltbar. Du kannst also anhand des Mindesthaltbarkeitsdatum errechnen, wann das Ei gelegt wurde – nämlich 4 Wochen vorher.

Tipps zum Kauf von Eiern

Eier sind sehr zerbrechlich, aber das ist ja bekannt. Sie können daher auch beim Transport zum Supermarkt kaputt gehen. Wenn du daher einen 6er oder 10er Pack Eier kaufst prüfe doch einfach, ob sie noch alle heil sind. Kaufe keine Eier mit einem Riss, denn diese solltest du nicht verzehren. Achte auch beim eigenen Transport nach Hause darauf, dass keine schwere Melone oder ein Kasten Bier auf dem Eierkarton steht.

Kennzeichnung von Eiern

Wir plädieren hier ganz eindeutig für den Kauf von Bio-Eiern. Nicht weil sie besser schmecken – machen sie das? keine Ahnung – sondern weil es den Tieren besser geht – soweit das bei der industriellen Herstellung von Lebensmitteln möglich ist. Achte daher auf die Kennzeichnung der Eier, die du kaufst. Die Eier enthalten einen roten Stempel und die erste Zahl darauf zeigt dir die Haltung an:

0 = Bio-Haltung: Hühner aus dieser Haltung haben den meisten Platz. Das ist für Hühner sehr wichtig, da sie sich gegenseitig verletzen, wenn es zu eng ist. Sie werden dann einfach agressiv und picken schwächere Hühner. Das lässt sich durch genügend Auslauf und Platz verhindern. Daher – Bitte nur Bio-Eier kaufen!

1 = Freiland-Haltung: Hier haben die Hühner etwas weniger Stallfläche, aber auch sie haben Auslauf.

2 = Bodenhaltung: Diese Hühner sehen nie das Sonnenlicht, ihnen weht nie ein Wind durch die Federn – das ist wirklich traurig. Die Stallfläche ist ansonsten so groß wie bei den Freiland-Haltung-Hühnern, minus Auslauffläche.

3 = Käfighaltung / Kleingruppenhaltung: Diese Bilder will nie wieder jemand sehen – Hühner auf weniger als einer DIN A4 Fläche, kranke und zerrumpfte Hühner. Wenn das beste, was diesen Hühner passieren kann, der Tod ist, darf man solche Eier einfach nicht essen. Zum Glück ist diese Art der Haltung in Deutschland seit 2010 nicht mehr erlaubt.

Als Alternative hat man sich die sogenannte Kleingruppenhaltung ausgedacht – auch nicht lustig. Kein Auslauf, wenig Platz – das ist nicht schön für die Hühner. Wer Sonntagmorgen ein Ei genießen möchte, der sollte nicht das billigste kaufen.

Der Stempel enthält noch mehr Informationen, die du hier https://de.wikipedia.org/wiki/Eierkennzeichnung nachlesen kannst.

Fazit – Wie kocht man Eier?

Es ist nicht schwer, das perfekte Ei zu kochen. Vielleicht gelingt es nicht gleich beim ersten mal, aber sobald du den Dreh raushast, klappt es auch. Eine Bitte haben wir: Kaufe bitte nur Bio-Eier – wenn sie dir zu teuer sind Freiland-Eier. Diesen Hühnern geht es wesentlich besser als den Hühnern aus Boden- oder Kleingruppen-Haltung.

Bildquellen Eier und Eierkarton: frag-doch-mich.de

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