Woher kommt eigentlich das Gas für unsere Energieversorgung?

Heizung, Stromerzeugung, Treibstoff – Gas ist ein echtes Multitalent, das in Deutschland und ganz Europa die Energieversorgung sichert. Aber wie kommt es eigentlich auf schnellstem Wege zu uns, wer liefert es und wo wird es gespeichert? Spannende Fragen, auf die wir dir heute eindeutige Antworten geben möchten.

Gas wird als wichtiger Energieträger meist aus Nachbarländern importiert

Ohne unsere Nachbarn auf der europäischen Landkarte könnten wir Gas als den zweitwichtigsten Energieträger nach dem Mineralöl gar nicht so ausgiebig und effektiv für das Heizen, unsere elektrische Energieerzeugung oder als sinnvolle Antriebskraft unserer Automobile nutzen. Der Grund dafür ist ganz einleuchtend und simpel: Die Bundesrepublik hat gar nicht genug eigene natürliche Gasreserven zur völlig unabhängigen Gasversorgung. Nur etwa 8 % unseres jährlichen Gasbedarfs können wir tatsächlich aus eigenen Ressourcen und Quellen nutzen. Die restlichen 92 % liefern uns gleich mehrere Staaten. Den höchsten Anteil daran haben Russland, Norwegen und die Niederlande. Und: Wir werden immer abhängiger von deren Lieferungen, denn die innerdeutsche Gasförderung und Produktion ging bereits innerhalb der letzen 10 Jahre um mehr als die Hälfte zurück.

Lange Pipelines sorgen für den sicheren Gastransport über weite Entfernungen

Unter unseren Füßen und tief in der Erde verborgen tut sich was: Zählt man beispielsweise die in Deutschland meist unterirdisch verlegten Gaspipelines zusammen, kommt man derzeit auf eine Gesamtlänge von fast 25.000 Kilometern. Wirft man zudem einen Blick auf das gesamte bundesweite Gasnetz, sind die Zahlen sogar noch beeindruckender: mehr als 500000 km sind die Gasleitungen für den sicheren Gastransport lang. Übrigens: Falls die Gaslieferungen aus unseren Nachbarländern doch mal ins Stocken geraten oder echte Lieferengpässe auftreten sollten, sorgen bisher 50 deutschlandweit verteilte Gasspeicher für ununterbrochene Zukunftsenergie nach Maß. Dank ihres sehr hohen Speichervolumens liegen sie mit ihrer Größe weltweit auf dem vierten Platz. Rund um den Globus verfügen nur die Vereinigten Staaten, Russland und die Ukraine über noch mehr Erdgasspeicherkapazitäten.

Gas ist einer der günstigsten Energieträger mit großem Zukunftspotenzial

Derzeit und bereits seit einigen Jahren ist Gas ein vergleichsweise günstiger Energieträger mit jeder Menge Zukunfts- und reichlich Sparpotenzial. So sind auch in 2017 die Gaspreise wieder gesunken. Und es gibt weitere sehr gute Gründe, die eigene Gasversorgung auch zur Beheizung und komfortablen Warmwasserversorgung daheim zu nutzen: Neben der ausgereiften und zuverlässigen Technik bietet die Gasheizung eine sehr gute Energieausbeute bei absolut überzeugendem Wirkungsgrad und verbrennt – im Vergleich zum Öl – überaus umweltfreundlich. Außerdem kommt die installierte Gastherme ohne Schornstein, sperrigen und voluminösen Vorratstank aus und kann dank ihrer kompakten Bauweise auch bei wenig Platz nahezu überall problemlos installiert werden.

Bilderquelle: pixabay.com / piviso-4138688

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